Erlangen, den 19.12.2017
Die Liberale Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg (LHG) begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, künftig bei der Studienvergabe für Medizinstudenten mindestens ein weiteres, von der Abiturnote verschiedenes Kriterium anzuwenden.

Der Vorsitzende der LHG Erlangen-Nürnberg, Daniel Bayer, sagt dazu: „Die Abiturnote ist der Durchschnitt verschiedener Disziplinen. Ein Studiengang aber ist die intensive Beschäftigung mit einer wissenschaftlichen Disziplin. Daher ist es nur sinnvoll, die Abiturnote als ein Kriterium für die Studienplatzvergabe zu verwenden – nicht jedoch als Einziges. So sind für angehende Mediziner beispielsweise soziale Kompetenzen ebenso von Bedeutung, welche jedoch in der Abiturnote keinen Eingang finden.“

„Die Debatte darf aber am Ende nicht davon ablenken, dass wir mehr Studienplätze im Fachbereich Humanmedizin benötigen. Gerade im Hinblick auf den Ärztemangel im ländlichen Bereich benötigen wir vor allem mehr Mediziner.“

Die LHG Erlangen-Nürnberg fordert für alle Studiengänge, bei deren Zulassung die Abiturnote das einzige Kriterium ist, ebenfalls weitere studienbezogene Eignungstest hinzuzuziehen.

Über die LHG Erlangen-Nürnberg:
Die Liberale Hochschulgruppe Erlangen-Nürnberg ist die Gruppe an der FAU Erlangen-Nürnberg und der TH Nürnberg für liberale Hochschulpolitik. Seit 2017 ist Daniel René Bayer Vorsitzender der LHG Erlangen-Nürnberg. Die LHG steht in engem gedanklichen Austausch mit den Jungen Liberalen und den Freien Demokraten (FDP).